Rettungsgasse – härtere Strafen durch die StVO-Änderung

6. März 2020

Mit der Reform der Straßenverkehrsordnung werden künftig Verstöße gegen die Rettungsgasse härter bestraft. In Zukunft müssen Autofahrer zusätzlich mit einem Monat Fahrverbot rechnen, wenn sie keine Rettungsgasse bilden. Härtere Strafen gibt es dann für Verkehrsteilnehmer, die durch die Rettungsgasse fahren.

Rettungsgasse richtig bilden. Sonst wird es teuer!

200 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg, ein Monat Fahrverbot. So hart wird künftig bestraft, wer keine Rettungsgasse bildet.
Härter werden künftig auch Fahrer bestraft, die durch die Rettungsgasse fahren oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängen. Sie zahlen mindestens 240 Euro, bekommen zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, müssen Autofahrer die Rettungsgasse schon bei stockendem Verkehr bilden.
So geht es richtig: Auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung weichen die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links aus. Alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange bestehen bleiben, bis der Stau sich auflöst.

Unterwegs in Richtung Skigebiet? Auf die Regelungen zur Rettungsgasse im Ausland achten!

In Österreich besteht die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. Auf zwei- oder mehrspurigen Fahrbahnen müssen sich alle Verkehrsteilnehmer deshalb bereits bei stockendem Verkehr auf der linken Spur so weit links wie möglich einordnen. Alle Fahrzeuge auf den anderen Spuren orientieren sich so weit wie möglich nach rechts.
In Frankreich müssen Autofahrern den Einsatzfahrzeugen die Möglichkeit geben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

Die Schweiz sieht auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen diese Lösung vor: Es muss für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte der zwei Fahrstreifen frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen müssen die Autofahrer die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links bilden.

Und in Italien gibt es keine speziellen Vorschriften.

Quelle: ADAC und Miniaturwunderland Hamburg



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